Fragen & Antworten
Meine Mutter darf nach dem Spitalaufenthalt nicht alleine bleiben. Was ist zu tun?
Melden Sie sich nach Möglichkeit bereits während des Spitalaufenthalts. Gemeinsam mit Ihnen und dem Sozialdienst besprechen wir die nächsten Schritte, damit zum Entlassungstag eine Betreuungsperson vor Ort sein kann.
Wer organisiert die Betreuung nach dem Spitalaustritt?
Als Familie treten Sie als Arbeitgeber auf, während Pro Senex Sie administrativ entlastet. Wir begleiten die Personalauswahl, erstellen die Verträge nach Schweizer Recht und übernehmen die Anmeldung bei den Sozialversicherungen.
Welche Berichte werden für die Planung benötigt?
Hilfreich sind der aktuelle Austrittsbericht, der Medikationsplan und Angaben zum Pflegebedarf. Aus Datenschutzgründen fordern Angehörige diese Unterlagen beim Spital an und stellen sie uns für die Besprechung zur Verfügung.
Wie wird der Tag der Rückkehr vorbereitet?
Damit die Ankunft ruhig verläuft, reist die Betreuungsperson idealerweise ein bis zwei Tage vor der Entlassung an. So kann sie sich mit dem Haus vertraut machen und Ihre Angehörigen bei der Ankunft empfangen.
Führt ein Sturz automatisch zu einem Umzug ins Pflegeheim?
Nicht zwingend. Eine aufmerksame Betreuungsperson im Haushalt bietet Orientierung und Unterstützung bei Bewegung im Alltag, was dazu beitragen kann, Stürze zu vermeiden und das Wohnen zu Hause fortzuführen.
Wie hilft das Spital oder der Sozialdienst, wenn Angehörige Betreuung ablehnen?
Häufig scheitert die Einsicht am gewohnten Rollenverhältnis zwischen Eltern und Kindern. Das Entlassmanagement des Spitals bietet hier einen entscheidenden, neutralen Hebel:
- Entlasskriterium als Sachzwang: Wenn Ärzte und der Sozialdienst feststellen, dass eine Rückkehr nach Hause aus Sicherheitsgründen nur bei gesicherter Betreuung möglich ist, wird die Unterstützung zur formellen Voraussetzung.
- Entlastung der Angehörigen: Sie müssen als Tochter oder Sohn nicht mehr argumentieren oder drängen. Die Familie setzt lediglich gemeinsam mit dem Spital die Vorgabe um, damit die Rückkehr ins eigene Zuhause überhaupt sicher gelingen kann.
- Proaktives Vorgehen: Sprechen Sie frühzeitig mit dem Spitalarzt und dem Sozialdienst über die realen Herausforderungen daheim, damit der Betreuungsbedarf im Austrittsbericht realistisch formuliert wird.