Seniorenbetreuung am Limit:
Zwischen Fachkräftemangel,
Kostenexplosion und dem Ruf
nach neuen Finanzierungsmodellen

Die Betreuung älterer Menschen in der Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Der Pflegebedarf steigt stark, während Fachkräfte, Pflegeplätze und finanzielle Mittel fehlen. Besonders im ambulanten Bereich führen Personalmangel, steigende Kosten und fehlende Transparenz zu Unsicherheit. Für viele Familien bedeutet das, selbst Verantwortung zu übernehmen und private Lösungen zu suchen. Umso wichtiger sind sozialverträgliche und faire Lösungen sowie eine nachhaltige Finanzierung der Betreuung im Alter.

Wieso die Seniorenbetreuung am Limit ist

Die Pflege zu Hause steht in der Schweiz vor wachsenden Herausforderungen. Die öffentliche Spitex sieht sich unter anderem mit einem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal, steigender Komplexität der Pflegefälle sowie unterschiedlichen Tarif- und Finanzierungsmodellen konfrontiert.

Gleichzeitig hat die Zahl privater Spitex-Anbieter in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zwischen 2019 und 2023 stieg ihre Anzahl um rund zwei Drittel. Parallel dazu sind auch die Kosten gestiegen, die von den Krankenkassen getragen werden. In verschiedenen Berichten wird darauf hingewiesen, dass die Transparenz bei Kosten und Abrechnungen nicht immer einheitlich ist. Dies erschwert die Vergleichbarkeit der Angebote und sorgt teilweise für Diskussionen rund um Effizienz und Finanzierung im System.

Auch neue Betreuungsmodelle, bei denen mehrere Organisationen zusammenarbeiten, bringen zusätzliche Komplexität mit sich. Diese sogenannten Tandem-Strukturen können zwar flexible Lösungen ermöglichen, führen jedoch oft zu aufwendigeren Abläufen. Für viele Familien stellt sich deshalb die Frage nach passenden Alternativen. Die 24-Stunden-Betreuung zu Hause ist eine solche Möglichkeit, wird jedoch in der Regel privat finanziert. Unter bestimmten Voraussetzungen können ergänzende Leistungen beantragt werden.

Wenn der Pflegebedarf weiter steigt oder die finanziellen Mittel begrenzt sind, bleibt häufig nur noch der Umzug in ein Pflegeheim. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Bedarf an Pflegeplätzen in den kommenden Jahren stark zunehmen wird – bei gleichzeitig anhaltendem Fachkräftemangel.

Senior liest Enkelin vor

Ein wichtiges Signal

Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig transparente, nachhaltige und individuell passende Lösungen in der Betreuung und Pflege älterer Menschen sind.

Die aktuelle Krise in der Seniorenbetreuung macht deutlich, dass der Fokus massiv auf die Stärkung der häuslichen Pflege und Betreuung gelegt werden muss. Die Vermittlung von Betreuungspersonal ermöglicht es Senioren, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Dies entlastet nicht nur die stationären Kapazitäten, sondern fördert die psychische Gesundheit und Autonomie im Alter.

Professionelle Agenturen und Verleihstrukturen können schneller und individueller auf den schwankenden Pflege- und Betreuungsbedarf reagieren als starre Institutionen. Die grösste Hürde für dieses Modell ist derzeit die private Finanzierungslast, die viele Familien in den finanziellen Ruin treibt oder den Gang ins Heim erzwingt, sobald die Eigenmittel erschöpft sind.

Der Lösungsvorschlag: Solidarische Finanzierung nach Leistungsfähigkeit

Um die häusliche Betreuung sozialverträglich und für alle Schichten zugänglich zu machen, ist es dringend nötig, das Finanzierungssystem grundlegend zu reformieren.

Anstatt keine oder Pauschalbeträge zu verrechnen, sollte die öffentliche Beteiligung an den Kosten für Vermittlung und Verleih in Kombination von HI und EL proportional zum steuerbaren Einkommen und Vermögen (gemäss Steuererklärung) berechnet werden.

  • Wohlhabende Senioren leisten einen höheren Eigenbeitrag.
  • Senioren mit geringen Mitteln erhalten gezielte Subventionen, um die Betreuung zu Hause zu sichern.

Durch diese einkommens- und vermögensabhängige Unterstützung wird verhindert, dass das gesamte Erbe und die Ersparnisse innerhalb kurzer Zeit für die Betreuung aufgebraucht werden, was wiederum die öffentliche Hand langfristig entlastet.

Die Förderung von privater Vermittlung und Verleih für die Betreuung von Senioren zuhause ist der effizienteste Weg, um der Überlastung des Systems zu begegnen. Voraussetzung ist jedoch eine mutige Finanzreform, die den finanziellen Aufwand auf Basis der tatsächlichen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Betroffenen fair verteilt.

Tabelle Kostenvergleich

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