Wissenswertes über das Corona-Virus – Covid-19

Die Betreuerinnen unserer Kunden tragen jetzt und in den kommenden Monaten eine grosse Verantwortung

Angst und Panik sind generell schlechte Ratgeber – Solidarität und besonnenes Verhalten bringen uns weiter. Deshalb möchten wir Sie über die wichtigsten Fragestellungen und Aspekte informieren.

Die Zahl der an Covid-19 Infizierten steigt in der Schweiz und weltweit. Auch Betreuerinnen, Haushalts- und Pflegehilfen sehen sich damit verstärkt konfrontiert, während Sie ihre Seniorinnen und Senioren begleiten, ihnen helfen und sie pflegen.

Was sind die Übertragungswege des Corona-Virus?

Auch wenn inzwischen davon ausgegangen wird, dass der Virus ursprünglich vom Tier auf den Menschen übertragen wurde, geschehen Neuinfektionen inzwischen von Mensch zu Mensch. Eine infizierte Person steckt durchschnittlich zwei bis drei weitere Personen an.

Es ist noch nicht endgültig geklärt, wie schnell und unter welchen Umständen es genau zu einer Ansteckung kommt. Allerdings gilt inzwischen als gesichert, dass die Corona-Viren sich normalerweise durch Tröpfcheninfektion – also beispielsweise beim Husten oder Niesen – verbreiten.

Die Dauer für die das Covid-19 auf Gegenständen wie Türklinken überlebt, ist noch unsicher. Von anderen Viren der selben Familie wissen wir allerdings, dass sie auf Plastik oder Metal bis zu 9 Tage und auf Papier bis zu 5 Tage überleben können. Dies bedeutet aber nur, dass nach dieser Zeit noch lebende Viren auf der Oberfläche vorhanden sind. Ob die Anzahl dann aber noch ausreichend ist, um sich von diesen Viren anzustecken, ist unklar.

Die Gefahr sich von Gegenständen aus dem Ausland (beispielsweise importierte Waren in Geschäften) anzustecken ist allerdings nur sehr gering. Und auch Oberflächen lassen sich gut mit Desinfektionsmittel reinigen um ein Ansteckungsrisiko deutlich zu minimieren.

Die Symptome des Corona-Virus

Die meisten Erkrankungen, die durch Viren aus der Familie der Coronaviren ausgelöst werden, äussern sich typischerweise über Symptome in den oberen Atemwegen. So zum Beispiel auch die normale Erkältung, die mit Müdigkeit, Schnupfen, Halsschmerzen und Husten einhergeht.

Nicht so der aktuelle Covid-19: Die oberen Atemwege sind hier kaum oder gar nicht betroffen, die unteren Atemwege aber umso gravierender. Dadurch kann es zu Kurzatmigkeit, Husten oder Atemnot kommen. Auch hohes Fieber, Magen-Darm-Probleme oder, in besonders schweren Fällen, Lungenentzündung und Nierenversagen kann er auslösen. Durch die grosse Bandbreite dieser Symptome ist eine korrekte Diagnose sehr schwer.

Zusätzlich erschwert wird sie auch dadurch, dass die Dauer der Inkubationszeit – also der Zeit zwischen Infektion und den ersten Symptomen – zwischen einem Tag und zwei Wochen variieren kann. In Ausnahmefällen kann diese sogar noch länger dauern. Im Durchschnitt zeigen Infizierte nach 5 Tagen typische Symptome. Doch auch bevor das Husten beginnt, sind diese Personen bereits ansteckend.

Meist verläuft „Corona“ glücklicherweise mild. Nur einer von fünf Infizierten muss ins Spital. Allerdings kann der Virus auch sehr schwere Auswirkungen haben. Das BAG empfiehlt gegenwärtig sich beim Auftreten von Symptomen wie Fieber und Husten zu isolieren.

Kann man an Covid-19 sterben?

Vor allem für Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Erkrankung an Covid-19 sehr gravierend verlaufen. Personen mit den folgenden Vorerkrankungen gehören dadurch zur Risikogruppe:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Krebs
  • Sonstige Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

Die durchschnittliche weltweite Sterblichkeitsrate wird von der WHO momentan mit 3.4% beziffert.

Was kann ich tun um mich zu schützen?

Bereits durch einfache Massnahmen kann man laut Experten das Infektionsrisiko deutlich minimieren. Dazu gehören:

  • Gründliches und regelmässiges Händewaschen
  • Das Husten und Niesen in Armbeuge oder Taschentücher
  • Nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben
  • Möglichst Abstand zu Mitmenschen halten
  • Händeschütteln sollte man unterlassen

Sollte man eine Infektion mit Covid-19 vermuten, sollte der Hausarzt oder das Krankenhaus nur nach telefonischer Voranmeldung aufgesucht werden.

Sollte ich Reisen absagen?

Ob es sicher ist zu reisen, beschäftigt derzeit viele Menschen. Es liegt in der Selbstverantwortung und sollte nach gesundem Menschenverstand entschieden werden.

Für jüngere Menschen sollte bei Einhaltung aller empfohlenen Infektionsschutzmassnahmen das reisen auf noch intakten Verbindungen möglich sein, da sie ein geringeres Risiko tragen. Inzwischen ist der Virus global aktiv und das Risiko einer Ansteckung besteht in den meisten Ländern. Allerdings hat die WHO momentan noch keine Reisebeschränkungen ausgesprochen.

Auf vielen Flughäfen wurden inzwischen verstärkte Überwachungsmassnahmen durchgesetzt. Dort ist es möglich sich zu informieren, was man bei einer Reise im entsprechenden Land beachten sollte.

Für ältere Menschen ab 65 Jahren und solche mit bestehender Vorerkrankung kann das neue Coronavirus gefährlich sein. Ihr Schutz steht im Fokus – auch in der Betreuungsarbeit von Senioren zuhause.

Wir bleiben solidarisch, vorsichtig und verantwortungsvoll.

Informieren Sie sich auch auf der Seite des BAG.

Quelle: Beobachter und BAG CH.